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Teamplanung: The struggle is real!

Ein Blick hinter die Kulissen, was zwischen Saisonende und Saisonstart alles passiert. Eine Würdigung und auch ein paar nachdenkliche Worte...

Saisonende, was nun? Arbeit! 🥴

Für viele Volleyball-Spielerinnen ist die Zeit um die Frühlingsferien eine entspannte Zeit. Sie ist geprägt von eher locker-spassigen Trainings, frei von Matches und dann während den Frühlingsferien läuft sowieso nichts: Die Hallen sind zu (Frühlingsputz!). Nicht so für die Coaches und den Vorstand. Es steht eine der stressigsten Aufgaben des Jahres an: neue Teams bilden! 

Was auf den ersten Blick einfach klingt, hat es in sich, denn es gibt viel zu berücksichtigen

  • Oberstes Ziel ist, alle bestehenden Spielerinnen weiterentwickeln zu können
  • Der Vorstand will unbedingt ein Leistungsgefälle und aktive Förderung junger Talente
  • A will unbedingt mit B zusammenbleiben, obwohl sie unterschiedlich stark spielen (finden die Trainerinnen 😉)
  • Juniorin C will mit Juniorin D zusammenbleiben, obwohl die beiden unterschiedlich alt sind
  • Trainer 1 will E als Spielerin, sie will aber nur Trainingsgast sein im Team
  • Spielerin F will in einem besseren Team spielen, kann aber nur am Montag und Mittwoch trainieren
  • Team X sucht eine neue Passeuse (und zwei gute Diagonalangreiferinnen, falls es hat 🧐)
  • Team Y ist schon voll aber von unten rücken Juniorinnen nach, die zu alt für die tiefere Altersklasse sind
  • Eltern schreiben E-Mails und fragen an, ob bzw. wann es für ihr Kind noch Platz in einem Team hat
  • Und es kommt auch vor, dass uns Eltern sagen wollen, wo wir ihr Kind zu platzieren haben...

🧘🏼Mit der Ruhe und Geduld eines Zen-Meisters... 

Was folgt sind E-Mails, Telefonate, grosse Excel-Listen und dutzende Versionen von möglichen Teamzusammenstellungen. Sitzungen, an denen sich die Coaches austauschen und die Inputs aus den Saisonendgesprächen einfliessen lassen. So steht am Ende ein erster Wurf der neuen Juniorinnen- bzw.  Erwachsenen-Teams. Es folgen weitere Telefonate, hunderte WhatsApp-Nachrichten, E-Mails und Feinanpassungen am Setup.  Alle Wünsche können nie erfüllt werden und so gibt es immer auch Enttäuschungen. 

...zum Erfolg! 💪🏼

Aber am Schluss schaffen wir es dann doch immer wieder! Jedes Aktivmitglied hat einen Platz in einem Team.  (Fast) alle sind happy; alle Juniorinnen- und Damen-Teams sind wieder gefüllt und ready für die anstehende Saison. 
Und dann sind die Frühlingsferien auch schon wieder vorbei und die Trainings in den neuen Zusammensetzungen beginnen. In einigen Teams finden noch Probe- / und Schnuppertrainings statt, um InteressentInnen kennenzulernen und zu schauen, ob wir noch jemanden Neuen aufnehmen können. 

👉🏼Allen Teams einen guten Start, gute und verletzungsfreie Trainings und viel Spass in der Vorbereitung zur Volleyball-Saison 26/27! Und ganz wichtig:  

Ein grosses Dankeschön an die TK-Chefinnen, die Coaches und den Vorstand, dass ihr es wieder einmal geschafft habt!
Ihr habt einen tollen Job gemacht! 🙏🏼🥳🎉🎊👯💞🎉🪇

#golägere!

 

Nachtrag: 
Persönlich empfinde ich die alljährliche Teamplanung als "Quadratur des Kreises". Als Hobbyverein sind auch wir schon lange an unseren Kapazitätsgrenzen. Mehr Hallen gibts nicht, TrainerInnen, Vorstandsmitglieder und Schiris sind ebenfalls Mangelware. Es gibt doppelt so viele Wünsche wie wir erfüllen können. So geht es den meisten Vereinen, siehe am Ende. Und Eltern, die unsere Entscheide nicht tragen helfen auch nicht. 
Wir als Verein versuchen, Sport, Spass, Förderungen, Akzeptanz und Teamgeist vorzuleben und zu vermitteln. Für uns als Breitensport-Verein ist es deshalb ein zentrales Anliegen (und schon fast ein Versprechen), dass ein bestehendes Aktivmitglied Vorrang vor einer externen Spielerin hat, die neu bei uns anfangen will.  Das heisst aber auch, dass wir "aussortieren". Wenn SpielerInnen durch zu viele Abwesenheiten glänzen und ein konstruktives Gespräch (aka "Wink mit dem Zaunpfahl") keine Wirkung zeigt, kann es auch einmal zu einem Ausschluss kommen. Oder eine Spielerin wird nicht dorthin befördert, wo sie gerne hinwill. Dies ist - leider - traurige Realität. Und trotzdem müssen wir Jahr für Jahr Anfragen von Interessentinnen abweisen, weil wir einfach keinen Platz mehr haben. Und auch, um unsere TrainerInnen zu schützen und die Qualität der Trainings hoch halten zu können. Auch dies: traurige Realität...